Von Trauer, Schmerz und dem Weg zurück ins Leben.

Teil II

So weit, so gut. Ich kämpfte. Ich kämpfte mit allen Mitteln, stand vor seiner Tür, fing ihn nach der Arbeit ab und ihm schien es zu gefallen. Ich wusste, dass es die andere noch in seinem Leben gibt und schlief trotzdem ständig bei ihm, mit ihm. Für eine kurze Zeit sah es so aus, jedenfalls für mich, dass es wieder bergauf gehen könnte. Wir verbrachten viel Zeit miteinander, er sagte mir ständig, dass er das andere beenden wolle, es nur "noch" nicht schaffe. Es war ein ununterbrochenes hin und her. Mal wollte er mich, mal wollte er sie. Mal waren wir zusammen, mal sie. Es wurde von Tag zu Tag unerträglicher, bis er seine Meinung sogar täglich änderte. Und wir beide spielten sein Spiel mit. Er hatte die Fäden in der Hand, wir waren seine Marionetten, mit denen er sich die Zeit vertrieb. Nachdem er mir letzte Woche einen unendlich schleimigen Liebesbrief schrieb, ich aber wusste, dass das mit der anderen immer noch nicht beendet war, fing ich sie ab. Ich erzählte ihr alles, was er mir versprochen hatte, sie genauso. Wir fuhren zu ihm und stellten ihn zur Rede. Nachdem er anderthalb Stunden nichts gesagt hatte, sagte er plötzlich er wolle mit mir zusammen sein. Damit hatte ich auf keinen Fall gerechnet, ich war sprachlos. Sie drehte sich um und lief mit den Worten "Danke für alles" davon. Obwohl ich ihm nicht vertrauen wollte, hätte ich nicht glücklicher sein können. In dieser Nacht schlief ich in seinen Armen ein, ich war mir sicher, die Odysee der letzten 6 (!) Monate hatte ein Ende. Bis er mir am nächsten Tag sagte, er hätte die falsche Entscheidung getroffen.

17.6.15 22:25

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